Neue Risikoanalysen zeigen: Kinderarbeit bleibt in globalen Lieferketten weit verbreitet
Neue Risikoanalysen von Save the Children und der Partnerorganisation The Centre for Child Rights and Business zeigen, dass Kinderarbeit in globalen Lieferketten weiterhin weit verbreitet ist. In fast 70 Prozent der untersuchten Lieferketten kam Kinderarbeit direkt vor. Grundlage der Auswertung sind 16 Risikoanalysen in neun Ländern, die zwischen 2023 und 2025 erstellt wurden.
In elf der 16 neuen Analysen wurde Kinderarbeit nachgewiesen, in den übrigen Fällen wurde ein hohes Risiko festgestellt. Zusammen mit rund 1300 begleiteten Fällen verweist die Organisation darauf, dass das Problem sektorübergreifend bestehen bleibt und häufig in informellen, schwer sichtbaren Bereichen der Lieferketten verborgen ist.
Save the Children warnt zudem, dass Maßnahmen gegen Kinderarbeit das Problem teils verschärfen können, wenn sie Risiken in tiefere Ebenen verlagern. Als Ursachen nennt die Organisation unter anderem niedrige Löhne, steigende Lebenshaltungskosten, fehlende soziale Absicherung und die Folgen der Klimakrise. Unternehmen müssten Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette übernehmen und mit fairen Einkaufspreisen sowie transparenteren Strukturen gegensteuern.
