Neue Angreifer Mentalität: Premium Autobauer dürften Tausende Jobs streichen
Bei BMW und Mercedes stehen offenbar deutliche Stellenstreichungen bevor. Beide Hersteller haben Gespräche mit der Arbeitnehmerseite über Kostensenkungen angekündigt. Branchenkenner Stefan Bratzel rechnet mit einem Personalabbau im mittleren einstelligen Prozentbereich über Produktion, Verwaltung, Entwicklung und Einkauf hinweg. Bei jeweils rund 160.000 Beschäftigten würde das etwa 16.000 Jobs betreffen.
Bratzel verweist auf den starken Rückgang der Beschäftigung in der deutschen Autoindustrie seit 2019. Neben dem Wandel zur Elektromobilität sieht er auch ein Standortproblem und eine schleichende Verlagerung von Produktion und Arbeitsplätzen ins Ausland. Deutschland sei zunehmend weniger wettbewerbsfähig, auch in der Entwicklung. Die Hersteller müssten effizienter, schlanker und schneller werden, sagte er.
Auch bei den Arbeitsbedingungen erwartet Bratzel Veränderungen. Er hält eine Rückkehr zur 40 Stunden Woche für möglich und plädiert für eine neue Mentalität in der Branche. BMW hat bereits eine Gewinnwarnung veröffentlicht und will Kostensenkungen beschleunigen. Mercedes Aufsichtsratschef Martin Brudermüller hatte ebenfalls eine Rückkehr zur 40 Stunden Woche ins Gespräch gebracht.
