Nepal beginnt nach der Flutkatastrophe mit Massenbestattungen
Nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya haben die Behörden in Nepal mit der Beisetzung nicht identifizierter Opfer in Massengräbern begonnen. Die Entscheidung sorgt für Kritik, weil in dem Land mit mehrheitlich hinduistischer Bevölkerung üblicherweise eine Einäscherung stattfindet.
Vor der Bestattung werden DNA Proben genommen, Fotos angefertigt und weitere Daten gesichert, damit Angehörige ihre Verwandten später identifizieren können. Ein forensisches Team aus Indien unterstützt die Behörden. Allein im Devghat Wald in Chitwan wurden am Samstag 96 Tote beigesetzt, für Sonntag war die Bestattung von mehr als 100 weiteren geplant.
Die Zahl der bestätigten Todesopfer stieg auf mindestens 919. Insgesamt werden 4793 Menschen vermisst, darunter 592 ausländische Staatsbürger und nach Angaben der Tourismusbehörde mindestens acht Deutsche. Rettungskräfte arbeiten weiter unter schwierigen Bedingungen, weil schlechtes Wetter und steigende Wasserstände die Bergungsarbeiten behindern.
