Nach Schüssen auf russischen Exilkünstler wurde Mann in Polen festgenommen
Nach den tödlichen Schüssen auf den russischen Exilkünstler und Karikaturisten Semjon Skrepezki in Ostpolen haben polnische Ermittler einen Verdächtigen festgenommen. Der Mann mit georgischem Pass könnte nach Angaben von Regierungschef Donald Tusk an der Tat beteiligt gewesen sein. Die Festnahme erfolgte durch die Polizei des Regierungsbezirks Lublin und den polnischen Inlandsgeheimdienst.
Skrepezki, mit bürgerlichem Namen Robert Klusowkow, war am Montag in einer ostpolnischen Kleinstadt auf offener Straße mit fünf Schüssen getötet worden. Er galt als scharfer Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin und der russischen Regierung. Tusk sprach von starken Hinweisen auf einen politisch motivierten Mord und nannte bei einer Bestätigung einer russischen Beteiligung den Begriff Staatsterrorismus.
Polizei und Inlandsgeheimdienst hatten dem 44 Jährigen Schutz angeboten, den er nach Angaben Tusks jedoch ablehnte. Zwei zwischenzeitlich festgenommene Männer aus Belarus wurden wieder freigelassen, da es keine Beweise für ihre Beteiligung gab. Die Ermittlungen dauern an.
