Nach Kritik an Putin in Berlin: Festnahme im Fall des erschossenen russischen Künstlers
Im Fall des in Polen erschossenen russischen Aktionskünstlers Semjon Skrepezki ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Nach Angaben von Ministerpräsident Donald Tusk handelt es sich um einen Mann mit georgischem Pass, der möglicherweise an der Tat beteiligt gewesen sein soll. Die Festnahme erfolgte durch die Polizei der Woiwodschaft Lublin und den polnischen Inlandsgeheimdienst ABW.
Skrepezki war am Montag in der ostpolnischen Kleinstadt Biala Podlaska auf offener Straße mit fünf Schüssen getötet worden. Wenige Tage zuvor hatte er mit einer provokanten Kunstaktion vor der russischen Botschaft in Berlin Aufsehen erregt. Dort zeigte er ein Bild von Josef Stalin mit Wladimir Putin im Arm und versenkte eine Russlandflagge im Müll.
Tusk sagte, vieles deute auf einen politischen Mord hin, auch wenn es dafür noch keine näheren Beweise gebe. Zwei Männer aus Belarus waren zunächst festgenommen, später aber wieder freigelassen worden.
