Europäische Verleger verklagen Google auf 640 Millionen Euro
Mehr als 20 europäische Medienhäuser haben Google auf 640 Millionen Euro Schadensersatz verklagt. Die Klage wurde von dem Prozessfinanzierer LitFin in Amsterdam eingereicht und richtet sich gegen mutmaßliche Verstöße gegen das EU Wettbewerbsrecht im Anzeigenmarkt.
Zu den Klägern gehören unter anderem FD Mediagroep aus den Niederlanden, Le Point Sebdo aus Frankreich, Erna Media Group aus Schweden sowie Medienhäuser aus Ungarn, Finnland, Polen, Estland und Litauen. Sie verweisen auf ein bereits von der EU Kommission im vergangenen September verhängtes Bußgeld gegen Google in Höhe von 2,95 Milliarden Euro. Nach Ansicht der Kommission hatte Google seine Stellung missbraucht, indem es eigene Anzeigentechnologie bevorzugt habe.
Die Medienhäuser argumentieren, dass sie ohne dieses Verhalten höhere Werbeeinnahmen erzielt und geringere Kosten für Werbedienstleistungen gehabt hätten. LitFin erklärte, die gemeinsame Klage solle auch kleineren Unternehmen den Zugang zu rechtlichen Schritten erleichtern und übernehme die Prozesskosten auch im Falle eines Scheiterns.
