Nach dem Putschversuch: Wackelt Nigers Militärjunta?
Nach dem gescheiterten Aufstand in Niamey stehen Nigers Militärjunta und die Loyalität der Streitkräfte unter Druck. Sahel experten verweisen auf wachsenden Frust in der Armee, der sich aus niedriger Bezahlung, schwierigen Einsatzbedingungen und Problemen bei Ausrüstung und Versorgung speist. Viele Soldaten fühlten sich benachteiligt, während die Regierung ihre Macht mit dem Kampf gegen dschihadistische Gruppen begründet.
Der jüngste Versuch von Teilen der Armee, die Luftwaffenbasis 101 und weitere Ziele in der Hauptstadt zu übernehmen, stellte diese Begründung infrage. Nach Angaben aus dem Umfeld der Junta halfen russische Kräfte des Afrikakorps bei der schnellen Rückeroberung der Basis. Auch Algerien unterstützte die Militärführung. Für General Abdourahamane Tiani ist das kurzfristig ein Erfolg, zugleich zeigt sich seine Abhängigkeit von ausländischer Unterstützung.
