Nach dem 11. September 2001 verschiebt sich der Fokus der NATO
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erklärte die NATO zum ersten und bislang einzigen Mal den Bündnisfall. Die Allianz sagte den USA ihre Solidarität zu und stellte später fest, dass die Angriffe von außen gesteuert worden waren. Damit fiel der Angriff unter Artikel 5 des NATO Vertrages, der einen bewaffneten Angriff auf einen oder mehrere Alliierte als Angriff auf alle wertet.
Die Terrorattacken setzten neue Prioritäten für das Bündnis. Die NATO richtete ihren Blick stärker auf Einsätze außerhalb des eigenen Gebiets und weitete ihren Aktionsradius aus, vor allem mit dem Afghanistan Einsatz, aber auch mit Operationen über dem Mittelmeer und später in Libyen. Nach der russischen Annexion der Krim und dem Angriff auf die Ukraine verschob sich der Fokus erneut stärker auf die klassische Landesverteidigung.
