Nach Angriff auf Zug in der Ukraine: Polen wirft Russland Eskalation vor
Nach einem russischen Drohnenangriff auf einen Zug in der Ukraine nahe der polnischen Grenze hat in Warschau der Krisenstab getagt. Ministerpräsident Donald Tusk berief am Abend Vertreter der Sicherheitsbehörden zu einer Sondersitzung ein und sprach von einer wachsenden Eskalation russischer Aktivitäten, die näher an Polens Grenze heranrücke.
In zwei grenznahen Regionen gab es Luftalarm, Einwohner erhielten Warnmeldungen. Die Drohnen schlugen nach Angaben aus der Sitzung rund 800 Meter und fünf Kilometer von der polnischen Grenze entfernt auf ukrainischem Gebiet ein. Dabei wurde unter anderem ein Passagierzug getroffen, der von Kiew nach Warschau fahren sollte.
Der polnische Luftraum wurde nicht verletzt. Die Streitkräfte überwachten die Lage mit F 16 Kampfjets, Hubschraubern und einem Aufklärungsflugzeug. Tusk warnte zugleich vor weiteren russischen Aktivitäten in den kommenden Wochen und Monaten. Außenminister Radoslaw Sikorski bezeichnete den Angriff mit modernisierten Drohnen als Eskalation.
