Moldau: Wassermangel trifft auf hohe Ölpreise
In Moldau verschärfen Dürre und hohe Energiepreise die Lage. In weiten Teilen des Landes sind die Wasserspiegel der Flüsse niedrig, am Dnister sind nach Berichten aus dem Land ausgetrocknete Ufer und tote Fische zu sehen. Der Fluss ist für die Versorgung der Hauptstadt Chisinau wichtig. Präsidentin Maia Sandu hatte bereits vor Versorgungsengpässen gewarnt.
Zugleich hat das Parlament einen 60 tägigen Energienotstand beschlossen. Die Regierung soll dadurch im Notfall Energie und Wasser rationieren und verteilen können. Hintergrund sind stark gestiegene Preise, während die Einkommen im Land deutlich niedriger sind als in Europa. Experten warnen, dass viele Haushalte ihre Rechnungen kaum noch bezahlen können.
Die Opposition nutzt die Lage für Angriffe auf die pro europäische Regierung. Einige Politiker bringen sogar Russland als mögliche Energiequelle ins Spiel. Moldau ist seit zwei Jahren EU Beitrittskandidat, weitere Gespräche dazu finden heute statt.
