Missbrauchsbeauftragte Claus: Risiken im digitalen Raum nehmen stark zu
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Missbrauchsbeauftragte Claus: Risiken im digitalen Raum nehmen stark zu

Die unabhängige Missbrauchsbeauftragte des Bundes, Kerstin Claus, warnt vor einem so hohen Risiko sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche wie nie zuvor. Einen entscheidenden Anteil daran habe die rasante Entwicklung im digitalen Bereich, sagte sie. Das Netz sei längst ein zentraler Tatort, zusätzlich verschärften Künstliche Intelligenz und neue technische Möglichkeiten die Gefahren.

Nach Angaben von Claus hat bereits jeder vierte junge Mensch zwischen 14 und 17 Jahren sogenanntes Cybergrooming erlebt. Dabei nehmen Erwachsene im Internet gezielt Kontakt zu Minderjährigen auf, um sie sexuell zu manipulieren. Claus fordert, dass das Strafrecht auch Jugendliche über 14 Jahren besser schützt.

Sie verweist zudem auf weiterhin hohe Opferzahlen. Die Polizei zählte 2025 insgesamt 17.126 Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs. Claus verlangt außerdem mehr Schutzkonzepte an Schulen, ein Schulfach zu digitaler Welt und Digitalität sowie die schnelle Umsetzung der Empfehlungen der Expertenkommission zum Kinder und Jugendschutz in der digitalen Welt.

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