Künstliche Intelligenz: Verdrängen KI Bands echte Musiker?
KI erzeugte Songs verbreiten sich auf Streamingdiensten immer stärker. Dahinter stehen zunehmend auch virtuelle Bands mit eigener Biografie und Avataren, die sich äußerlich wie klassische Musikprojekte präsentieren. Ein Beispiel ist die christliche Rockband Shunned at a Funeral, die es in Wirklichkeit nicht gibt.
Die Band hat auf YouTube rund 250.000 Abonnenten, auf Spotify erreichen einzelne Titel mehrere Hunderttausend Abrufe. Auf ihrer Website heißt es, moderne Hilfsmittel würden im kreativen Prozess eingesetzt, das Herz des Projekts sei jedoch menschlich. Zugleich betont der Münchner KI Experte Ali Nikrang, dass komplett KI generierte Produkte kritisch gesehen würden, ein künstlerisches Konzept hinter dem Einsatz von KI aber anders bewertet werde.
Auch der Musikproduzent Daniel Troha setzt auf KI Künstler. Mit seinem Label Smopp Records will er eine Plattform für KI produzierte Musik bieten. Er sieht darin eine Möglichkeit für Menschen, die kein Instrument spielen, kein Tonstudio haben oder sich keine Musiker leisten können. Er glaubt nicht, dass KI Künstler echte Künstler verdrängen werden, sondern erwartet eine Koexistenz beider Welten.
