Ledger und die Spionage Chips: Wer wusste wann davon?
Nach dem Diebstahl von Kryptowährungen über manipulierte Hardware Wallets ist zwischen Ledger Chef Pascal Gauthier und dem früheren Mt. Gox Chef Mark Karpelès ein öffentlicher Streit entbrannt. Karpelès wirft dem französischen Hersteller vor, bereits Monate vor den Angriffen von gefährlichen Spionage Chips gewusst und Nutzer nicht rechtzeitig gewarnt zu haben. Nach seiner Darstellung hätten frühere Warnungen Verluste von mehr als 90 Millionen US Dollar verhindern können.
Gauthier wies die Vorwürfe zurück und forderte Karpelès auf, sich an die Fakten zu halten. Im weiteren Verlauf des Streits verwies er auf die Vergangenheit des früheren Mt. Gox Chefs. Karpelès entgegnete, dass er wegen eigener Erfahrungen höhere Sicherheitsstandards erwarte.
Auslöser sind manipulierte Ledger Geräte, in denen Kriminelle zusätzliche Platinen versteckt hatten. Diese konnten die 24 Wörter der Wiederherstellungsphrase abfangen und an die Angreifer übertragen. Ledger betont, dass weder das Betriebssystem noch die eigenen Server oder Sicherheitschips bei den jüngsten Angriffen kompromittiert wurden.
