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Kurilen Inseln: Japan im Dauerstreit mit Russland

Der Besuch von Wladimir Putin auf einer der umstrittenen Kurileninseln hat in Japan scharfe Reaktionen ausgelöst. Premierministerin Sanae Takaichi nannte den Besuch absolut inakzeptabel und bezeichnete die Inseln als japanisches Staatsgebiet. Moskau wies dies zurück und erklärte, die Inseln seien ein integraler Bestandteil Russlands.

Die Kurilen werden seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs von Russland verwaltet. Um die südlichen Inseln, die Japan als Nördliche Territorien bezeichnet, gibt es seit Jahrzehnten einen Streit. Japan betrachtet die vier Hauptinseln als illegal annektiert, Russland verweist auf Nachkriegsabkommen und die 1956 vereinbarte Aufnahme diplomatischer Beziehungen.

Putins Besuch wurde in Tokio als klare Botschaft gewertet, auch im Zusammenhang mit Japans Unterstützung für die Ukraine. Japan hat bereits den russischen Botschafter einbestellt und eine Protestnote übermittelt. Eine Rückgabe der Inseln gilt angesichts der russischen Verfassung und der verschärften Beziehungen als kaum vorstellbar.

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