Kleine Fehler, große Wirkung: Kann ein Attentat wie am Breitscheidplatz wieder passieren?
Eine neue sechsteilige Serie beleuchtet die Vorgeschichte des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Im Mittelpunkt stehen Ermittler, Informanten und Verdächtige, die 2015 und 2016 im Umfeld des Islamischen Staats, der Polizei und der Sicherheitsbehörden agieren. Das Projekt basiert auf aufwendig recherchierten Ereignissen und verbindet reale Begebenheiten mit fiktionalen Figuren.
Beteiligte des Films kommen zu dem Schluss, dass ein Anschlag wie damals grundsätzlich möglich gewesen wäre. Die Darstellung zeigt, wie Anis Amri trotz Warnhinweisen durchs Raster fiel und am 19. Dezember 2016 mit einem Lastwagen zum Terroranschlag aufbrach. Der 19. Dezember 2016 gilt als einer der schwersten Terroranschläge in der Geschichte der Bundesrepublik.
Regisseur David Nawrath und Produzent Simon Amberger betonen, dass die Serie kein vollständiges Abbild der Wahrheit liefern will, sondern die Lage der Beteiligten und die Struktur des staatlichen Versagens sichtbar machen soll. Zugleich verweisen sie auf die emotionale Belastung für Hinterbliebene und Überlebende, die das Thema auch zehn Jahre nach der Tat weiter beschäftigt.
