Katherina Reiche: 37 Treffen mit der fossilen Lobby, kein einziges mit Vertretern der Erneuerbaren
Im Zeitraum von Januar bis September 2026 hat sich die Leitung des Bundeswirtschaftsministeriums um Katherina Reiche insgesamt 37 Mal mit Vertretern traditioneller Energiekonzerne getroffen. Im selben Zeitraum fand nur ein einziges Gespräch mit Umweltverbänden statt. Unternehmen und Verbände aus dem Bereich der erneuerbaren Energien erhielten dagegen keinen Termin bei der Ministeriumsleitung.
Aus dem Umfeld der Branche kommt scharfe Kritik an dieser Terminpraxis. Sie sehen darin ein Zeichen dafür, dass die erneuerbaren Energien im Ministerium kaum Gehör finden. Zusätzlich wird auf die geplante Reform des EEG verwiesen, die nach Darstellung der Branche wirtschaftliche Risiken für Wind und Solar erhöhen könnte.
Kritik gibt es auch an der Auflösung des Referats für Wind, Solar und Transformationsindustrien im Wirtschaftsministerium. Zugleich wird der geplante Ausbau neuer fossiler Gaskraftwerke als Signal gewertet, dass der Ausbau erneuerbarer Energien an Bedeutung verliert.
