John Frost und die Brücke von Arnheim: 88 Stunden bis zur Kapitulation
Im Herbst 1944 starten Briten und Amerikaner mit der Luftlandeoperation Market Garden den Versuch, den Krieg gegen Nazi Deutschland zu verkürzen. Geplant ist, mit Fallschirmjägern und Luftlandetruppen wichtige Brücken in den Niederlanden zu erobern und so den Vormarsch ins Ruhrgebiet zu öffnen. Doch der Plan scheitert an schlechtem Wetter, Fehlern in der Vorbereitung und dem unerwartet starken Widerstand der Deutschen.
Besonders heftig wird um Arnheim gekämpft. Dort landet die britische 1. Luftlandedivision jedoch weiter westlich als vorgesehen, nur rund 740 Mann unter Oberstleutnant John Frost erreichen die Brücke. Sie werden eingekesselt, Munition und Wasser gehen zur Neige. Nach etwa 88 Stunden endet der Kampf, Frost gerät mit mehreren Hundert Männern in Gefangenschaft. Später werden die verbliebenen Fallschirmjäger aus Oosterbeek abgezogen. Von den rund 10.000 Männern bei Arnheim kehren nur etwa 2400 zurück.
