Japan verschärft Zuwanderung trotz Bedarf an Migranten
Japan verschärft seine Einwanderungspolitik trotz des wachsenden Bedarfs an ausländischen Arbeitskräften. Ab März 2027 steigt die Höchstgebühr für die Änderung des Aufenthaltsstatus oder die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis für Ausländer von 10.000 auf 100.000 Yen pro Person. Für eine unbefristete Niederlassungserlaubnis sollen umgerechnet 1650 Euro fällig werden, zudem ist ein jährliches Mindesteinkommen von 16.500 Euro vorgesehen.
Die Regierung unter Sanae Takaichi hat außerdem strengere Regeln für die Einbürgerung und dauerhafte Niederlassung beschlossen. Dazu gehört eine längere Aufenthaltsdauer von zehn aufeinanderfolgenden Jahren als Grundlage für die Einbürgerung sowie der Nachweis bestimmter japanischer Sprachkenntnisse. Parallel wächst in Japan die Sorge vor einer Ablehnung gegenüber Ausländern. In einer Umfrage von 2025 gaben 37 Prozent an, es sei nicht gut, dass immer mehr Ausländer im Arbeitsleben und im Stadtbild präsent seien.
