Jackson Hole: Fed hält weitere Zinserhöhungen offen
Bei seinem ersten Auftritt als Fed Chef auf dem Treffen in Jackson Hole hat Kevin Warsh betont, dass der Kampf gegen die Inflation noch nicht gewonnen ist. Weitere Zinserhöhungen bleiben aus seiner Sicht eine Option, weil die bisherigen Daten seiner Einschätzung nach keine deutliche Verbesserung der zugrunde liegenden Preistrends zeigen.
Warsh sagte zudem, die derzeitigen Finanzierungsbedingungen wirkten bislang nicht restriktiv. Der Leitzins von 3,5 bis 3,75 Prozent habe an den Kreditmärkten und in der wirtschaftlichen Aktivität noch keine nennenswerte Wirkung entfaltet. Damit dämpfte er Hoffnungen auf baldige Lockerungen.
Die Aussagen bewegten vor allem den Anleihemarkt. Die Rendite zweijähriger US Treasuries stieg von 4,22 auf 4,3 Prozent. Zugleich kletterte die am Terminmarkt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September von 35,4 auf 57,5 Prozent. Bitcoin blieb dagegen über 79.000 US Dollar.
