Platin verliert seinen Schutz durch Knappheit
Platin hat am Donnerstag deutlich nachgegeben, obwohl sich an der knappen physischen Versorgung des Metalls wenig geändert hat. Der Spotpreis fiel auf 1.593,22 US Dollar je Feinunze und lag damit 3,1 Prozent unter dem Vortag. Belastet wurde der Markt vor allem durch den starken Anstieg des Ölpreises, höhere Renditen an den Anleihemärkten und wachsende Erwartungen weiterer Zinserhöhungen in den USA.
Der Dollar legte zu, während die Zahl der Erstanträge auf US Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet sank. Nach der aktuellen Marktbewertung stieg die Wahrscheinlichkeit einer US Zinserhöhung im September auf mehr als 83 Prozent. Für Platin ist das belastend, weil das Metall keinen laufenden Ertrag abwirft und stark von der Konjunktur abhängt.
Trotz des Kursrückgangs bleibt der Markt laut World Platinum Investment Council im Defizit. Für 2026 wird weiterhin ein Angebotsdefizit erwartet, zugleich dürften die oberirdischen Bestände weiter sinken.
