Italien: Rechtsextreme und Neofaschisten mobilisieren
In Italien haben am Samstag mehrere tausend Menschen in Rom für eine Verschärfung der Einwanderungspolitik demonstriert. Rund 3000 Teilnehmer, die aus ganz Italien angereist waren, zogen mit einem Banner mit der Aufschrift „Remigration und Rückeroberung“ durch die Hauptstadt und forderten eine erzwungene Rückführung von Migranten in ihre Heimatländer. Mehrfach zeigten Demonstranten den faschistischen Gruß und riefen „Duce! Duce!“.
An der Kundgebung beteiligten sich auch rechtsextreme und neofaschistische Gruppen wie CasaPound. Deren Sprecher Luca Masella sagte, man wolle illegale Einwanderer aus dem Land werfen und auch legale Einwanderer ohne ausreichende Anpassung oder Integration zurückschicken.
Am selben Abend gingen in einem anderen Stadtteil Roms bei einer migrationsfreundlichen Demonstration Zehntausende Menschen auf die Straße. An dem Marsch nahmen linke Gruppen und Gewerkschaften teil, einige Demonstranten schwenkten palästinensische Flaggen. Tausende Polizisten waren im Einsatz, um beide Lager voneinander fernzuhalten. Zeitgleich gründete der Ex General und Europaabgeordnete Roberto Vannacci in Rom die neue rechte Partei Futuro Nazionale. Er sprach sich gegen Einwanderung aus und sagte, Italien solle den Italienern gehören.
