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Ist der deutsch israelische Jugendaustausch am Ende?

Der deutsch israelische Jugendaustausch gerät zunehmend unter Druck. Am Margaretha Rothe Gymnasium in Hamburg und am Campus Rütli in Berlin wurden Reisen nach Israel in den vergangenen Jahren immer wieder abgesagt, zuletzt wegen Corona, des Terrorangriffs vom 7. Oktober und wegen Reisewarnungen. Viele Schulen haben derzeit nichts geplant.

Die Organisation der Fahrten ist aufwendig und teuer. Nach Angaben der beteiligten Lehrer können die Kosten inzwischen schnell über 1000 Euro pro Schüler liegen. Hinzu kommen kurzfristige Absagen, bei denen viel Geld verloren geht. Auch Sicherheitsfragen spielen eine größere Rolle, weil Busse oder Sicherheitskräfte organisiert werden müssen.

Trotz der schwierigen Lage halten einige Akteure am Austausch fest. Die Lehrer Friederike Klee und Axel Schlüter wollen nicht aufgeben und denken über eine neue Partnerschule in Israel nach. Auch einzelne junge Menschen wie Paula Wetzel gehen weiterhin nach Israel, etwa über ein Freiwilliges Soziales Jahr. Der Historiker Uriel Kashi sieht den Austausch in einer tiefen Krise.

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