Iran: Hardliner mobilisieren gegen Deal mit den USA
Seit dem Beginn des Iran Kriegs sind Hardliner im Land zunächst weitgehend in den Hintergrund getreten. Nach Bekanntwerden möglicher Gespräche mit den USA treten sie nun wieder offensiver auf und wollen eine Einigung verhindern. In Teheran versammelten sich Protestierende gegen Außenminister Abbas Araghtschi und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf, die die Verhandlungen mit den USA führen.
Auch im Parlament melden sich Hardliner zu Wort. Sie verlangen, dass der Iran die Kontrolle über die Straße von Hormus nicht aufgibt, und fordern klare Zusagen von den USA zum Abzug ihrer Truppen. Nach Einschätzung von Politikern und Experten wollen die Hardliner Verhandlungen mit dem Westen grundsätzlich verhindern und setzen auf kompromisslosen Widerstand.
Gleichzeitig gilt ihre Macht als begrenzt. Die endgültige Entscheidung liegt beim obersten geistlichen Führer Modschtaba Chamenei. Experten halten es für möglich, dass Hardliner den Prozess mit Protesten und politischem Druck erschweren, aber nicht den gesamten Verhandlungsverlauf stoppen können.
