Was bedeutet Warkens Sparpaket für Patientinnen und Patienten?
Der Bundestag befasst sich heute mit dem Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform. Mit einem milliardenschweren Sparpaket will Bundesgesundheitsministerin Nina Warken die gesetzliche Krankenversicherung stabilisieren und den Anstieg der Beitragssätze begrenzen.
Ärzteverbände und viele Praxen kritisieren die Pläne. Sie warnen davor, dass die geplanten Einsparungen zulasten der ambulanten Versorgung gehen könnten. In Heidelberg fürchtet die Frauenärztin Christiane von Holst, dass sie künftig weniger Leistungen anbieten und Patientinnen nicht mehr so kurzfristig versorgen kann. Bereits heute nehmen manche Patientinnen weite Wege für Termine in Kauf.
Besonders kritisch sehen Ärzte die geplante stärkere Budgetierung von Präventions und Früherkennungsleistungen. Von Holst rechnet damit, dass sich auch die Schwangerenvorsorge verändern könnte. Das Bundesgesundheitsministerium verweist darauf, dass die Versorgung nicht eingeschränkt werden solle. Ärzteverbände kündigten an, ihre Proteste fortzusetzen.
