Interview mit Expansión
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Interview mit Expansión

Luis de Guindos zieht nach acht Jahren als Vizepräsident der Europäischen Zentralbank eine Bilanz seiner Amtszeit und verweist auf tiefgreifende Veränderungen durch Pandemie, Krieg, Inflation und neue geopolitische Risiken. Er sagt, die Welt habe sich grundlegend verändert, und betont, dass geopolitische Risiken heute eine deutlich größere Rolle in wirtschaftspolitischen Entscheidungen spielten.

Mit Blick auf seine Nachfolge hält de Guindos Spaniens Rückkehr in den EZB Vorstand für wichtig und begründet dies mit der Größe der spanischen Wirtschaft und den dortigen Reformen. Nach seinem Ausscheiden will er eine Professur an der Comillas Universität übernehmen und mit der IESE Business School arbeiten. Einen Rückkehrwunsch in die Politik schließt er aus.

Zur Geldpolitik sagt de Guindos, die EZB entscheide von Sitzung zu Sitzung auf Basis von Daten und Projektionen. Er warnt zugleich vor einem globalen Angebotsschock, der Inflation und Wachstum belasten könne. Außerdem äußert er sich zu Spaniens Wirtschaft, zu Haushaltsrisiken, zur Bankenregulierung, zur digitalen Euro und zu Cyberrisiken durch Künstliche Intelligenz.

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