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In Serbien beendet die Studentenliste die Ära Vucic

In Serbien hat die von Studierenden getragene Liste die Parlamentswahl klar gewonnen und die Ära von Aleksandar Vucic beendet. Die Liste kam auf rund 53 Prozent der Stimmen, das Bündnis um Vucics Serbische Fortschrittspartei auf etwa 39 Prozent. Keine andere Liste überwand die Dreiprozenthürde, nur Vertreter nationaler Minderheiten ziehen zusätzlich ins Parlament ein.

Vucic räumte seine Niederlage ein und gratulierte der Studierendenliste, wiederholte aber zugleich seine Vorwürfe gegen ihre Vertreter. Kritiker werfen ihm seit Jahren Korruption, die Vergabe öffentlicher Aufträge an parteinahe Unternehmer und eine weitgehende Kontrolle der Medien vor. Am Wahltag gab es Berichte über Stimmenkauf, Druck auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst und Angriffe auf Unterstützer der Studierenden.

Die studentische Protestbewegung begann nach dem Einsturz des Bahnhofsvordachs in Novi Sad Ende 2024, bei dem 16 Menschen starben. Seitdem organisieren die Studierenden landesweite Proteste. Wer die neue Regierung führen wird, ist noch offen. Als möglicher Name gilt Dejan Soskic. Bis Jahresende steht zudem eine Präsidentenwahl an.

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