Ig Nobelpreise: Unterhosen verbuddeln für die Wissenschaft
Die Ig Nobelpreise sind in diesem Jahr erstmals in Zürich vergeben worden. Ausgezeichnet wurden Forschende, deren Arbeiten auf den ersten Blick absurd wirken, hinter denen aber ein ernsthafter wissenschaftlicher Ansatz steht. Zu den Preisträgern gehört auch die Jenaer Forscherin Ilona Croy, die mit ihrer Arbeitsgruppe den Einfluss des Geruchssinns auf zwischenmenschliche Beziehungen untersucht hat.
Gewürdigt wurde unter anderem eine Studie, die zeigt, dass Eltern mit zunehmendem Alter ihrer Kinder deren Körpergeruch weniger mögen. Croy betonte, dass ihre Arbeit trotz des humorvollen Preises wissenschaftlich ernst gemeint sei.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde ein Team der Universität Zürich für eine Studie zur Bodengesundheit mit vergrabenen Baumwollunterhosen. 1.000 Menschen hatten dafür Unterhosen im Garten, auf dem Feld oder auf Wiesen verbuddelt. Der Zustand der Unterhose nach zwei Monaten gibt Hinweise auf die Mikroorganismen im Boden und damit auf die Bodenqualität.
