Ifo Chef spricht sich für einheitlichen Mehrwertsteuersatz aus
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Ifo Chef spricht sich für einheitlichen Mehrwertsteuersatz aus

Der Präsident des Münchner ifo Instituts, Clemens Fuest, hat sich für die Abschaffung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes von sieben Prozent ausgesprochen. Stattdessen sollten alle Waren einheitlich mit 19 Prozent besteuert werden. Nach seiner Rechnung würden vor allem Lebensmittel teurer, während der Staat durch Ausgleichszahlungen an Menschen mit geringem Einkommen nur einen Teil der Mehreinnahmen abgeben müsste.

Fuest zufolge könnten nach Abzug dieser Hilfen mehr als 36 Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich im Staatshaushalt bleiben. Mit diesem Geld ließe sich nach seiner Darstellung entweder das Haushaltsloch verkleinern oder der reguläre Mehrwertsteuersatz auf 17 Prozent senken. Er begründet den Vorschlag damit, dass die derzeitige Regelung uneinheitlich sei und Haushalte mit höherem Konsum stärker profitierten.

SPD Generalsekretär Tim Klüssendorf lehnte den Vorstoß ab. Er verwies darauf, dass zahlreiche Menschen bei einer solchen Reform mehr zahlen müssten und die Preise in einer ohnehin teuren Zeit weiter steigen würden.

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