Hilfe für minderjährige Mädchen in der Ungewissheit von Ceuta
In der spanischen Exklave Ceuta sind zahlreiche minderjährige Mädchen angekommen, die Asyl suchen und ihre Familien in der Heimat unterstützen wollen. Viele von ihnen wurden auf einem Schulfußballplatz untergebracht, wo sie seit gut zwei Wochen in einem provisorischen Lager leben. Helferinnen und Helfer organisierten dort Essensausgaben, Matratzenlager und etwas Privatsphäre mit Planen.
Mehrere der Mädchen berichteten, zunächst auf der Straße geschlafen zu haben. Sie kamen aus verschiedenen Orten in Marokko nach Ceuta und sagen, sie seien auf der Suche nach einer besseren Zukunft und wollten ihre Eltern unterstützen. Die Nachbarschaftsvereinigung vor Ort kritisiert, dass sich die Behörden bisher vor allem mit Sicherheits und Müllfragen befasst hätten.
Nach Angaben der Helfer wurden etwa 86 Mädchen in eine andere Jugendeinrichtung gebracht. Für die übrigen sehen sie eine ungewisse Zukunft. Unbegleitete Minderjährige genießen besonderen Schutz und dürfen nur unter bestimmten Bedingungen zurückgeführt werden. Nach Einschätzung der örtlichen Helfer ist die Lage eine Herausforderung für Ceuta und damit auch für Europa.
