Hauseinsturz nach Gasexplosion: Staatsanwaltschaft erlässt Haftbefehl gegen Metalldiebe in Görlitz
Mehr als zwei Monate nach dem Hauseinsturz mit drei Toten in Görlitz hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen zwei Tatverdächtige erlassen. Die beiden Männer sitzen bereits wegen anderer Delikte in Untersuchungshaft. Ihnen werden unter anderem gemeinschaftliches Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge und fahrlässige Tötung vorgeworfen.
Am 18. Mai war in der Görlitzer Innenstadt ein Mehrfamilienhaus eingestürzt. Unter den Trümmern wurden die Leichen zweier Frauen aus Rumänien im Alter von 25 und 26 Jahren sowie eines 48 Jahre alten Deutsch Bulgaren gefunden. Nach der Explosion mussten zeitweise auch zehn Nachbarhäuser geräumt werden.
Die Polizei nahm die beiden Männer knapp drei Wochen später fest. Es besteht der Verdacht, dass die damals 27 und 33 Jahre alten Beschuldigten aus Polen und Afghanistan als Metalldiebe unterwegs waren und dabei Gasleitungen beschädigt oder manipuliert haben. Gutachten bestätigen inzwischen eine Gasexplosion als Ursache des Einsturzes. Die Ermittlungen dauern an.
