Handy Spione als Schnäppchen: Italiens boomende Spyware Schattenindustrie
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Handy Spione als Schnäppchen: Italiens boomende Spyware Schattenindustrie

In Italien hat sich neben teurer staatlicher Überwachungssoftware ein Markt für deutlich günstigere Spyware entwickelt. Nach Untersuchungen von Osservatorio Nessuno und EDRi arbeiten dort Dutzende kleine Firmen an maßgeschneiderten Trojanern für Ermittlungsbehörden. Recherchen zeigen, dass Staatsanwaltschaften teils nur wenige Dutzend Euro pro Überwachungstag zahlen. Statt teurer Sicherheitslücken setzen die Anbieter häufig auf Täuschung und Social Engineering.

Die Schadprogramme sollen unter anderem über gefälschte SMS, Phishing Seiten und manipulierte Android Apps auf Geräte gelangen. Einmal installiert, können sie WhatsApp Sitzungen verknüpfen, Antivirenprogramme deaktivieren, Mikrofon und Kamera umgehen sowie Chats, Anrufe und Screenshots erfassen. Zu den untersuchten Programmen zählen Morpheus und Spyrtacus.

Angetrieben wird der Markt durch die hohe Nachfrage in Italien. Das Justizministerium registrierte allein 2024 rund 5200 autorisierte Trojaner Infektionen. Für Betroffene sei oft nicht nachvollziehbar, welches Unternehmen die Software geliefert oder welche Behörde sie eingesetzt habe.

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