Häuser sollen besser gegen Naturgefahren versichert werden
Die Bundesregierung will den Versicherungsschutz für Wohngebäude gegen Naturgefahren ausweiten. Nach dem Plan von Finanzminister Lars Klingbeil und Justizministerin Stefanie Hubig sollen alle Wohnhäuser zumindest teilweise gegen Folgen von Überschwemmungen oder Erdrutschen abgesichert werden. Für neue Policen sollen künftig auch weitere Naturgefahren wie Hochwasser oder Erdbeben standardmäßig mitversichert sein.
Eigentümerinnen und Eigentümer müssten im Schadensfall höchstens 20.000 Euro selbst tragen. Bestehende Gebäudeversicherungen sollen erweitert werden können. Hubig verwies darauf, dass Extremwetter durch den Klimawandel häufiger große Schäden an Häusern verursachen könne. Der Schutz für Eigentümer und Mieter solle dabei bezahlbar bleiben.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft begrüßte das Ziel, mehr Gebäude abzusichern, warnt aber vor einer Pflichtversicherung ohne zusätzliche Prävention. Gegenwärtig sind 98 Prozent der Wohngebäude gegen Feuer, Sturm oder Hagel versichert, aber nur 59 Prozent gegen Überschwemmungen oder Erdrutsche. Diese Schäden verursachen nach Angaben des Verbands im Schnitt rund zwei Milliarden Euro pro Jahr.
