Einst lebten hier Juden: Wenn Häuser Geschichten erzählen
In der Berliner Rosenheimer Straße 40 erinnert Marie Rolshoven mit ihrer Familie an frühere jüdische Bewohner der Wohnung, die die NS Zeit nicht überlebt haben. Seit 2016 organisiert sie mit der Initiative Denk Mal Am Ort Treffen in den früheren Wohnungen von Verfolgten und bringt Nachfahren mit den heutigen Bewohnern zusammen.
Die Initiative will Erinnerungen an den Alltag der ehemaligen Bewohner an den realen Orten wachhalten. Zu den Besuchen gehörte auch die Rückkehr von Joel Ludwig Katzenellenbogen, der 2018 in seine frühere Kindheitswohnung kam. Er schilderte dort seine Erinnerungen an die Ausgrenzung der Juden und an sein späteres Leben in Argentinien und Israel.
Auch der 19 jährige Schweizer Adam Ethan Klein suchte mit seiner Familie nach den Spuren seiner Vorfahren. Dabei stieß er auf Dokumente seines Urgroßvaters Max Haas sowie auf die Geschichte der Familie Hirschheimer, die mit den Vorfahren eng verbunden war. Bei einem Besuch in Stuttgart traf die Familie auf den heutigen Bewohner Thomas Koch, der die früheren jüdischen Bewohner des Hauses recherchiert hatte.
