Häuser der Religionen: Orte gelebter Diversität
Europa ist durch Zuwanderung religiös vielfältiger geworden, zugleich nehmen säkulare Strömungen zu und traditionelle kirchliche Bindungen ab. Das hat Konflikte verstärkt, darunter Hassreden im Netz, Antisemitismus, anti muslimischen Rassismus und politische Polarisierung. Interreligiöse Projekte wollen dem mit Begegnungen und gemeinsamen Räumen begegnen.
Im Haus der Religionen in Bern teilen sich acht Glaubensgemeinschaften ein gemeinsames Gebäude. Dort gibt es eigene sakrale Räume für verschiedene Religionen, jüdische, bahaiische und sikhische Vertreter beteiligen sich ohne eigene Räume am Programm. Alle Gottesdienste und Zeremonien sind öffentlich zugänglich, jährlich kommen rund 100000 Besucher.
Auch in Schweden, Berlin, Hannover und München entstehen oder bestehen Orte des interreligiösen Dialogs. In Fisksätra bei Stockholm entwickelte sich aus Konflikten zwischen christlichen und muslimischen Schülern ein regelmäßiger Austausch, im Berliner House of One stockt der Bau wegen gestiegener Kosten. In Hannover und München berichten Beteiligte, dass persönliche Begegnungen Vorbehalte abbauen und Vertrauen schaffen können.
