Gold zwischen Hormus Risiko und diplomatischem Schwebezustand
Washington und Teheran sprechen erneut über Vermittler, doch eine Einigung zur Straße von Hormus steht weiter aus. Für den Goldmarkt bleibt die Lage damit zwiespältig: Die geopolitische Unsicherheit spricht zwar für Absicherung, zugleich treiben hohe Ölpreise, Inflationssorgen und steigende US Renditen die Opportunitätskosten des zinslosen Edelmetalls nach oben.
Nach dem deutlichen Rückgang vom Montag erholte sich der Goldpreis am Dienstag etwas. Gegen 9:30 Uhr New Yorker Zeit wurde Spotgold bei 4.157,39 US Dollar je Feinunze gehandelt, rund 1,1 Prozent höher als am Vormittag. Zuvor war der Preis auf ein Siebenwochentief nahe 4.110 US Dollar gefallen. Auch die US Goldfutures legten leicht zu.
Die Marktbewegung zeigt, dass die Sicherheitsnachfrage derzeit nicht ausreicht, um den Druck durch feste Renditen und einen starken Dollar vollständig auszugleichen. Mittel und langfristig bleibt Gold für viele Reservehalter dennoch ein strategischer Baustein, weil geopolitische Risiken und Währungsunsicherheit die Nachfrage stützen.
