Gaza und die Toten unter den Trümmern warten auf die Bergung
Große Teile des Gazastreifens sind zerstört, Tausende Tote liegen unter den Trümmern. Für die Bergung fehlt es an schwerem Gerät, Treibstoff und Möglichkeiten zur Identifizierung. Angehörige warten teils seit Jahren darauf, ihre Toten beerdigen zu können.
Ein Betroffener ist Saleh Al Arabid, der bei einem israelischen Luftschlag im Dezember 2023 fast seine gesamte Familie verlor. Die Leichen seiner Kinder liegen noch immer in den Trümmern seines zerstörten Hauses. Vor Ort fehlen nach seinen Angaben Maschinen und Geräte, um die tonnenschweren Betonwände zu beseitigen.
Auch das Internationale Komitee des Roten Kreuzes unterstützt nur punktuell, wenn der Aufenthaltsort der Toten bekannt ist. Die Identifizierung scheitert häufig an den Bedingungen im Gazastreifen: In den Laboren fehlt es an Ausrüstung und Material für DNA Untersuchungen, medizinische und zahnmedizinische Unterlagen sind oft nicht zugänglich. Die israelische Armee weist Vorwürfe zurück, bei Bergungen Spuren zu vernichten.
