VW Belegschaft kritisiert die Kommunikation des Vorstands in der Krisenzeit
Die Belegschaft von Volkswagen kritisiert die Kommunikation des Vorstands in der aktuellen Krisenzeit scharf. In einer vom Betriebsrat initiierten Online Umfrage äußerten Beschäftigte Sorge um ihre Arbeitsplätze, die Zukunft von Altersteilzeit und Aufhebungsverträgen sowie um die Perspektiven mehrerer Werke.
Besonders viel Zustimmung erhielt die Kritik an der Außenkommunikation des Managements. Auch ein am Freitag veröffentlichtes Interview von Konzernchef Oliver Blume sorgte für Unmut, weil es aus Sicht des Betriebsrats erst spät im Intranet erschien. Blume bezeichnete die Lage des Konzerns darin als mehr als kritisch und erklärte, Volkswagen verdiene derzeit zu wenig, um notwendige Investitionen dauerhaft finanzieren zu können.
Der Konzern will die Kosten deutlich senken und die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Blume sprach von um 500000 Fahrzeugen pro Jahr sinkenden Kapazitäten in den europäischen Werken. Auf neun außerordentlichen Betriebsversammlungen sollen in den kommenden Tagen Antworten folgen, beginnend am Dienstag in Wolfsburg.
