Fremdenfeindlichkeit in Südafrika: Sie müssen gehen
In Südafrika gehen seit Wochen fremdenfeindliche Gruppen auf die Straße. Immer wieder kommt es dabei zu gewalttätigen Angriffen auf Ausländer. Viele Betroffene wollen das Land inzwischen verlassen.
Vor der nigerianischen Botschaft in Pretoria stehen Menschen mit Koffern und Taschen Schlange. Einige bitten ihre Heimatregierungen um Hilfe, weil sie ihre Wohnungen und Jobs verloren haben oder auf der Straße schlafen. Ausländerinnen und Ausländer berichten von Drohungen, Gewalt und Verlusten.
Gruppen wie March and March, Operation Dudula und Abahambe fordern Menschen ohne südafrikanischen Pass und gültige Aufenthaltsgenehmigung auf, bis zum 30. Juni zu verschwinden. Mehrere Länder bereiten Rücktransporte vor. Malawi hat bereits rund 7000 Staatsbürger zurückgeholt, mehr als 1000 Menschen haben sich in der nigerianischen Botschaft für eine freiwillige Rückkehr registriert. Die südafrikanische Regierung will ihre Migrationspolitik verschärfen und hat für den 30. Juni einen Großeinsatz der Sicherheitskräfte angekündigt.
