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Frankreichs Schulkrise: Viel Geld, wenig Vertrauen

In Frankreich haben Schülerproteste gegen marode Schulen und schlechte Lernbedingungen an Fahrt aufgenommen. Videos aus sozialen Netzwerken zeigen undichte Dächer, kaputte Heizungen, Ungeziefer und Wasserschäden in mehreren Bildungseinrichtungen. Zu den Vorwürfen kommen überfüllte Klassen, Unterrichtsausfälle und schwierige Bedingungen an Schulen und Hochschulen hinzu.

Trotz hoher Bildungsausgaben von 6,7 Prozent der Wirtschaftsleistung bleiben viele Probleme bestehen. Der Zentralstaat zahlt vor allem Lehrkräfte und legt die Lehrpläne fest, während Gemeinden, Départements und Regionen für den Unterhalt der Gebäude zuständig sind. Über 80 Prozent der Grundschulgebäude sind älter als 50 Jahre, schätzungsweise zehn bis zwanzig Prozent aller Schulgebäude gelten als stark sanierungsbedürftig.

Auch bei den Ergebnissen zeigt sich eine Krise: In den PISA Ergebnissen vom September 2026 erreicht mehr als jeder dritte 15 Jährige in Mathematik nicht das grundlegende Kompetenzniveau. Die Regierung führt Gespräche mit Schülervertretern, doch der finanzielle Spielraum bleibt begrenzt. Zugleich gewinnt der Protest im Vorfeld der Präsidentenwahl auch politische Bedeutung.

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