Forschungsprojekt Aeolus nutzt Glasfasersensoren für höhere Netzauslastung
Das Forschungsprojekt Aeolus will bestehende Hochspannungsfreileitungen mithilfe präziser Messdaten besser auslasten. Hintergrund sind der starke Ausbau erneuerbarer Energien im Norden und der Rückbau konventioneller Kraftwerke im Süden, wodurch das Stromangebot und die Nachfrage stärker auseinandergehen.
Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Vorhaben setzt auf Glasfaser Sensortechnologie, um Witterungsbedingungen und die tatsächliche Belastbarkeit von Leitungen zu erfassen. Beteiligt sind unter der Koordination des Karlsruher Instituts für Technologie die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Tennet und TransnetBW sowie mehrere Unternehmen.
Die Technik nutzt Glasfaserkabel im obersten Schutzseil der Masten und misst Windparameter direkt entlang der Leitung. Dadurch soll sich die Strombelastung der Freileitungen je nach Wetterlage sicher erhöhen lassen. Das bis 2029 angelegte Projekt soll außerdem Daten für Wettermodelle liefern und Betriebsstörungen, Sabotage oder Vandalismus besser erkennbar machen.
