Netzengpassstudie: Nur jedes 20. Umspannwerk stellt Solar und Windkraft schlechter
Eine vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die geplante Einführung kapazitätslimitierter Gebiete mit Redispatchvorbehalt wohl nur rund jedes zwanzigste Umspannwerk betreffen würde. Damit wären nach den Berechnungen auch nur wenige Netzanschlüsse für Windparks und Solaranlagen erfasst.
Für Netzengpassgebiete sieht das von der Bundesregierung vorgelegte Netzanschlusspaket vor, dass neue Wind und Solarprojekte teils bis zu einem Fünftel ihrer Einspeisung abgeregelt werden können, ohne Entschädigung. Die Studie des Beratungshauses E Bridge stützt sich auf rund 3000 betrachtete Umspannwerke und auf Daten aus dem Jahr 2024. Danach wären damals sechs Prozent der Umspannwerke bei Windkraft und fünf Prozent bei Photovoltaik von einer solchen Lage betroffen gewesen.
Bei Windkraft konzentrieren sich die betroffenen Gebiete vor allem auf Norddeutschland, bei Photovoltaik auf Bayern. Der Energiewirtschaftsverband BDEW sieht in den Ergebnissen eine wichtige Grundlage, fordert aber ein enges Monitoring und eine Evaluierungsklausel.
