Flüsse im Trockenstress: Ökosysteme fehlt die Lebensgrundlage
|

Flüsse im Trockenstress: Ökosysteme fehlt die Lebensgrundlage

Flüsse mit niedrigem Wasserstand setzen Auen, Grundwasser und Trinkwasserversorgung unter Druck. Wenn Pegel lange niedrig bleiben, trocknen Altarme und flache Gewässer aus, das Wasser erwärmt sich und enthält weniger Sauerstoff. Für Amphibien, Fische, Muscheln und Libellenlarven verschlechtern sich dadurch die Lebensbedingungen.

Auch Auwälder verändern sich. Silberweiden und Schwarzpappeln leiden unter mehreren Dürrejahren, Vögel verschwinden, andere trockenresistentere Arten breiten sich aus. Zugleich verlieren Auen wichtige Funktionen für die Umgebung, weil sie weniger kühlen, weniger Wasser speichern und Schadstoffe schlechter filtern.

Fachleute verweisen auf zu wenig Niederschlag, hohe Verdunstung und die Folgen des Klimawandels. Sie fordern, Wasser länger in der Landschaft zu halten, etwa durch aufgestaute Gräben, vernässte Wiesen und wieder angeschlossene Nebenarme. Zusätzlich belasten Niedrigwasserstände die Abwasserreinigung, weil gereinigtes Abwasser dann schlechter verdünnt wird.

Zur Originalmeldung

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert