Finanzministerium will Gewinne aus Kryptowährungen künftig besteuern
Das Bundesfinanzministerium will Gewinne aus Kryptogeschäften künftig wie andere Kapitalerträge besteuern. Wer etwa mit Bitcoin handelt und dabei Gewinne erzielt, soll darauf 25 Prozent Steuern zahlen. Bislang sind Verkäufe nach einer Haltedauer von zwölf Monaten steuerfrei, wenn die Kryptowerte danach veräußert werden.
Nach dem geplanten neuen Modell soll die Besteuerung unabhängig von der Haltedauer gelten. Für Kryptogewinne würde dann auch der Sparer Pauschbetrag greifen, besteuert würden Kapitalerträge erst oberhalb von 1000 Euro. Finanzminister Lars Klingbeil plant die Einführung der Regelung zum 1. Januar 2027.
Für bereits zuvor gekaufte Kryptowerte soll die bisherige Regelung weiter gelten. Das Finanzministerium rechnet ab 2029 mit zusätzlichen Einnahmen von mehr als 300 Millionen Euro pro Jahr. Bevor die Änderung in Kraft treten kann, müssen Kabinett, Bundestag und Bundesrat noch zustimmen.
