Experte zur Pflegereform: Schlag ins Gesicht der pflegenden Angehörigen
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Experte zur Pflegereform: Schlag ins Gesicht der pflegenden Angehörigen

Gesundheitsökonom Heinz Rothgang kritisiert die geplanten Sparvorschläge zur Pflegereform scharf. Besonders die mögliche Streichung der 100.000 Euro Grenze für Kinder pflegebedürftiger Eltern hält er für unklar und verwaltungstechnisch aufwendig. Er erwartet steigende Eigenanteile für Pflegebedürftige und dadurch mehr Sozialhilfeempfänger in den Kommunen.

Auch die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige um bis zu 30 Prozent nennt Rothgang einen Skandal. Die Regelung sei ein Schlag ins Gesicht der Angehörigen, die über Jahre Pflegearbeit leisteten. Ohne sie würde vieles nicht funktionieren, sagte er. Zugleich warnt er, dass ein Rückzug aus der häuslichen Pflege am Ende teurere professionelle Versorgung nötig machen würde.

Rothgang fordert, versicherungsfremde Leistungen stärker über Steuermittel zu finanzieren. Dazu zählt er auch die Beiträge für pflegende Angehörige. Außerdem spricht er sich für einen Risikostrukturausgleich zwischen privater und gesetzlicher Pflegeversicherung aus.

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