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Ex Präsident verurteilt: Schock im Kosovo, Unmut in Serbien

Das Kosovo Sondertribunal in Den Haag hat den früheren Präsidenten Hashim Thaci wegen Kriegsverbrechen schuldig gesprochen. Auch seine drei Mitangeklagten Kadri Veseli, Jakup Krasniqi und Rexhep Selimi wurden verurteilt. Thaci erhielt 25 Jahre Haft, Veseli 18 Jahre, Krasniqi 25 Jahre und Selimi 13 Jahre.

Die Richter kamen zu dem Schluss, dass die vier Männer zwischen April 1998 und dem 20. Juni 1999 wesentlich an der Verfolgung von Gegnern der Befreiungsarmee beteiligt waren. Zudem befanden sie die Angeklagten für schuldig, 385 Menschen willkürlich festgenommen, 49 misshandelt, 303 gefoltert und 96 getötet zu haben. Von Vorwürfen der Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurden sie freigesprochen. Die Verteidigung kündigte Berufung an.

In Kosovo löste das Urteil Schock und Wut aus. Auf dem Skanderbeg Platz in Pristina versammelten sich Tausende zur Verkündung, später kam es zu Protesten vor dem Gelände der EULEX Mission. Auch führende Politiker des Landes kritisierten die Entscheidung scharf. In Serbien stieß das Urteil ebenfalls auf Ablehnung. Präsident Aleksandar Vucic warf dem Gericht vor, die Glaubwürdigkeit der UCK nicht untergraben zu wollen.

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