Europas Wohnungskrise: Was Paris, Barcelona und andere Städte tun
Die Wohnungsnot in europäischen Metropolen verschärft sich weiter. In Berlin war der Druck auf dem Mietmarkt zuletzt so groß, dass ein Volksentscheid große Wohnungskonzerne zur Abgabe ihrer Bestände an das Land bewegen sollte. Passiert ist das bisher nicht, zugleich stiegen die Durchschnittspreise bei Neuvermietungen deutlich.
Andere Städte setzen seit Jahren auf unterschiedliche Modelle. Wien hält mit einem großen Bestand an kommunalen und geförderten Wohnungen die Mieten vergleichsweise stabil. Basel vergibt öffentliche Grundstücke an Genossenschaften, während Barcelona und Lissabon ähnliche Ansätze ausbauen. Paris nutzt ein Vorkaufsrecht, um mehr Sozialwohnungen zu schaffen, und wandelt zudem Geschäftsgebäude in Wohnungen um.
Prag reserviert neue Wohnungen für Beschäftigte im öffentlichen Sektor, darunter Pflegekräfte und Lehrkräfte. Dublin setzt auf Cost Rental Housing für Menschen mit mittleren Einkommen. Ziel ist es, Wohnungen unter dem Marktniveau anzubieten und so den Druck auf den Wohnungsmarkt zu mindern.
