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EU Staaten planen erstes Abschiebezentrum in Afrika für 2027

Mehrere EU Staaten arbeiten an einem ersten Abschiebezentrum außerhalb Europas in Afrika, das nach Plänen der sogenannten Fünfergruppe im zweiten Halbjahr 2027 in Betrieb gehen soll. Nach Angaben des griechischen Migrationsministers Thanos Plevris gibt es bereits die Zusage eines afrikanischen Partnerlandes. Welches Land das ist, sagte er nicht.

Geplant sind nach seinen Worten keine geschlossenen Lager, sondern offene Rückführungszentren für Menschen, deren Asylantrag bereits abgelehnt wurde. Die Verantwortung soll bei den beteiligten EU Staaten bleiben, auch die Finanzierung soll vollständig von ihnen getragen werden. Zudem könnten internationale Organisationen wie das UN Flüchtlingshilfswerk UNHCR oder die Migrationsorganisation IOM die Einrichtungen überwachen.

Der Vorstoß steht im Zusammenhang mit neuen Regeln im EU Asylrecht und früheren gescheiterten Versuchen, Abschiebungen in Drittstaaten auszulagern. Kritiker warnen vor rechtlichen und menschenrechtlichen Risiken sowie hohen Kosten. Befürworter sehen in dem Modell eine rechtliche Grundlage für Rückführungen in Länder außerhalb der EU.

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