Erdbeben in Venezuela: tragisches Ausmaß der Katastrophe
Nach dem verheerenden Doppel Erdbeben in Venezuela schwindet in der am stärksten betroffenen Stadt La Guaira die Hoffnung, noch Überlebende in den Trümmern eines eingestürzten Gebäudekomplexes zu finden. Der Leiter eines chilenischen Rettungsteams sagte, es gebe kaum eine Chance, noch Menschen lebend zu finden. Das Team, das zuerst an dem Unglücksort eingetroffen war, birgt inzwischen die Toten.
Die Erdbeben hatten sich am Mittwoch westlich der Hauptstadt Caracas im Abstand von nur 39 Sekunden ereignet. Die beiden Stöße erreichten die Stärken 7,2 und 7,5, danach kam es zu dutzenden Nachbeben. Nach Angaben der Behörden liegt die Zahl der Toten bei mindestens 920, mehr als 50.000 Menschen werden vermisst. Die Vereinten Nationen sprechen von einer kolossalen Aufgabe bei der Suche in den Trümmern.
Mehr als 380 Wohnhäuser und 13 Krankenhäuser wurden zerstört oder schwer beschädigt, insgesamt sind es mehr als 1400 Gebäude und Einrichtungen. Weitere Rettungsteams aus verschiedenen Ländern, darunter Deutschland, arbeiten unter schwierigen Bedingungen weiter. Zudem wurde am Freitag vor der Karibikküste eine weitere Erschütterung der Stärke 4,7 registriert.
