Wahlen im Kosovo: Der Preis politischer Polarisierung
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Wahlen im Kosovo: Der Preis politischer Polarisierung

Im Wahlkampf im Kosovo steht vor allem der Bruch zwischen Premierminister Albin Kurti und der früheren Präsidentin Vjosa Osmani im Mittelpunkt. Beide galten einst als politische Verbündete im Kampf gegen Korruption und für Wandel im Land, treten inzwischen aber als Rivalen auf. Auslöser des Zerwürfnisses war unter anderem Kurtis fehlende Unterstützung für eine zweite Amtszeit Osmanis.

Die gescheiterte Wahl eines neuen Staatsoberhaupts im Parlament führte im April zu Neuwahlen. Osmani kandidiert nun für ihre frühere Partei, die Demokratische Liga des Kosovo, für einen Sitz im Parlament. Zugleich werfen Analysten der politischen Klasse vor, kaum kompromissfähig zu sein, was den Stillstand im Land verstärke.

Hinzu kommen schwierige Beziehungen zu westlichen Partnern und Spannungen im Norden des Kosovo. Dort hatte die Regierung Kurti trotz Kritik aus Washington und Brüssel mehrere serbische Strukturen geschlossen. Das Land steht zudem weiter ohne EU Kandidatenstatus da, während der Dialog mit Serbien als zentrale Voraussetzung für die europäische Annäherung gilt.

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