Er ist noch da: Zeugin sagt, Angeklagte wusste vorab, wo Fabians Leiche lag
Im Mordprozess um den getöteten achtjährigen Fabian hat eine Zeugin die Angeklagte schwer belastet. Die frühere Freundin sagte vor dem Landgericht Rostock aus, die 30 Jahre alte Frau habe ihr schon vor der Information der Polizei vom Fund der Kinderleiche erzählt.
Nach Angaben der Zeugin sagte die Angeklagte am Telefon: „Wir haben ihn gefunden. Er ist tot.“ Später sei sie mit ihr und zwei Hunden zum Fundort bei Klein Upahl gefahren und habe sich dort zielstrebig an einen Tümpel begeben. Bei der Rückkehr habe sie gesagt: „Er ist noch da. Es sieht schlimmer aus.“ Die Angeklagte soll die Leiche am Abend des 13. Oktober gefunden, den Fund aber erst am nächsten Tag gemeldet haben.
Ihr Verteidiger teilte mit, dass die Frau aussagen wolle. Ein Termin dafür sei für den 6. August vorgesehen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Fabian bereits am 10. Oktober starb. Der Angeklagten wird vorgeworfen, den Jungen getötet und angezündet zu haben.
